Wenn deine E-Mails aus Webling im Spam-Ordner landen oder gar nicht ankommen, liegt das meistens am gleichen Grund: Webling darf noch nicht in deinem Namen versenden. Deine Vereins-Domain hat Webling bisher nicht als Absender bestätigt.
Solange das so ist, verschickt Webling deine E-Mails über @emails.webling.ch. Das funktioniert zwar, aber viele E-Mail-Anbieter misstrauen solchen Absendern und sortieren die Nachrichten aus.
In diesem Artikel richtest du das ein. Du benötigst dafür keine Vorkenntnisse, aber etwas Geduld: Ein Teil der Arbeit passiert nicht in Webling, sondern bei dem Anbieter, bei dem eure Vereins-Domain liegt.
Tipp: Hol dir Hilfe, wenn du unsicher bist. Frag die Person in eurem Verein, die sich um die Website kümmert. Sie kommt in der Regel an die Einstellungen der Domain heran und erledigt den technischen Teil in ein paar Minuten.
Inhaltsverzeichnis
- Warum ist das wichtig
- Wofür kannst du das nutzen
- Was du dafür brauchst
- Schritt 1: Domain in Webling hinzufügen
- Schritt 2: Herausfinden, wo du die Einträge machst
- Schritt 3: Den Namen richtig eintragen
- Schritt 4: Den Wert richtig eintragen
- Schritt 5: SPF ergänzen
- Schritt 6: DMARC setzen
- Schritt 7: Verifikation abwarten und prüfen
- Wenn es nicht klappt
- Was nicht geht
- Die Fachbegriffe kurz erklärt
- So geht es weiter
Warum ist das wichtig
Viele E-Mail-Anbieter prüfen bei jeder Nachricht, ob der Server, der sie verschickt hat, das überhaupt darf. Sie fragen dazu bei deiner Domain nach. Antwortet deine Domain nicht oder passt die Antwort nicht zum Absender, gilt die Nachricht als verdächtig.
Das ist keine Schikane, sondern Betrugsschutz: Sonst könnte jeder E-Mails im Namen eures Vereins verschicken.
Webling verschickt E-Mails für dich – also von einem Server, den deine Domain bisher nicht kennt. Mit den Schritten in diesem Artikel hinterlegst du bei deiner Domain die Auskunft: «Webling darf das.» Danach kommen deine Einladungen, Rechnungen und Newsletter zuverlässig an.
Wofür kannst du das nutzen
Sobald du die Domain authentifiziert hast:
- Verschickt Webling deine E-Mails mit eurer eigenen Absenderadresse, zum Beispiel
kassier@musikverein.ch. - Landen deutlich weniger Nachrichten im Spam-Ordner.
- Verschwinden die technischen Absenderadressen wie
cgzuicb4orqfv52tloeuw4f6lujom9@mailer.webling.ch. - Antworten deine Mitglieder direkt an eure Vereinsadresse statt an eine Weiterleitung.
Was du dafür brauchst
-
Eine eigene Vereins-Domain, zum Beispiel
musikverein.ch. Adressen von Gratis-Anbietern wie Gmail, GMX, Bluewin, Hotmail oder Yahoo kannst du nicht authentifizieren. Diese Domains gehören nicht euch, deshalb darfst du dort nichts hinterlegen. - Zugang zur Administration in Webling. Siehst du im blauen Hauptmenü oben den Punkt «Administration» nicht, fehlt dir die Berechtigung. Wende dich an die Person, die euren Webling-Account verwaltet.
- Zugang zu den DNS-Einstellungen eurer Domain – oder jemanden im Verein, der diesen Zugang hat.
Schritt 1: Domain in Webling hinzufügen
- Öffne in Webling die «Administration».
- Klicke unter «E-Mail» auf «Absender authentifizieren».
- Trage eure Domain ein – ohne
www und ohnehttps://. Alsomusikverein.ch, nichtwww.musikverein.ch. - Speichere den Eintrag.
Webling zeigt dir jetzt eine Tabelle mit mehreren Zeilen. Jede Zeile ist ein DNS-Eintrag, den du gleich bei deinem Domain-Anbieter hinterlegst.
Jede Zeile besteht immer aus drei Teilen:
| Teil | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Name | Wie der Eintrag heisst. Er liegt innerhalb deiner Domain. | emails.musikverein.ch |
| Typ | Um welche Art Eintrag es sich handelt. | CNAME |
| Wert | Wohin der Eintrag zeigt. Dieses Ziel liegt ausserhalb deiner Domain. | u2309200.wl201.sendgrid.net. |
Lass dieses Fenster offen oder kopiere dir die Tabelle heraus. Du benötigst die Werte im nächsten Schritt.
Schritt 2: Herausfinden, wo du die Einträge machst
Die DNS-Einträge kannst du nicht in Webling machen. Sie gehören zu eurer Domain und du hinterlegst sie dort, wo eure Domain verwaltet wird.
Achtung: Das ist nicht immer derselbe Anbieter, bei dem eure Website liegt. Viele Vereine haben die Domain zum Beispiel bei Hostpoint gekauft, betreiben die Website aber bei Wix oder Jimdo. Zuständig ist immer der Anbieter, bei dem die DNS-Zone liegt.
So findest du ihn:
- Frag die Person, die eure Website betreut. In den meisten Fällen weiss sie es sofort.
- Weiss es niemand, öffne https://mxtoolbox.com/SuperTool.aspx, gib eure Domain ein und wähle links «DNS Lookup». Die angezeigten Nameserver verraten dir den Anbieter – bei
ns1.cyon.chist es zum Beispiel Cyon.
Melde dich beim Anbieter an und such im Adminbereich nach einem Punkt wie «DNS-Editor», «DNS-Einträge», «DNS-Zone» oder «Nameserver-Einstellungen».
Für die häufigsten Anbieter findest du hier die passende Anleitung:
Schritt 3: Den Namen richtig eintragen
Hier gehen die Anbieter auseinander – und hier entstehen die meisten Fehler.
Webling zeigt dir den Namen immer vollständig an, also emails.musikverein.ch. Viele Anbieter erwarten aber nur den vorderen Teil, weil sie eure Domain selbst ergänzen. Trägst du dort den vollständigen Namen ein, entsteht emails.musikverein.ch.musikverein.ch . Dieser Eintrag sieht im Formular richtig aus, aber Webling findet ihn nie.
Finde zuerst heraus, was dein Anbieter erwartet
Schau dir im DNS-Editor die Einträge an, die schon vorhanden sind. Fast jede Domain hat einen Eintrag für www.
| Was du dort siehst | Welcher Fall gilt |
|---|---|
nur www
|
Fall A – dein Anbieter ergänzt die Domain selbst |
www.musikverein.ch |
Fall B – dein Anbieter erwartet den vollständigen Namen |
| ein Textblock mit vielen Zeilen statt Formularfeldern | Fall C – du bearbeitest die Zonendatei direkt |
Fall A: nur der vordere Teil
Lasst eure Domain weg. Das Feld heisst je nach Anbieter «Name», «Host», «Hostname», «Subdomain» oder «Präfix». Cyon arbeitet zum Beispiel so.
| Feld «Name» | Typ | Feld «Wert» |
|---|---|---|
emails |
CNAME | u2309200.wl201.sendgrid.net. |
s1._domainkey |
CNAME | s1.domainkey.u2309200.wl201.sendgrid.net. |
s2._domainkey |
CNAME | s2.domainkey.u2309200.wl201.sendgrid.net. |
Fall B: der vollständige Name
Übernimm den Namen genauso, wie Webling ihn anzeigt.
| Feld «Name» | Typ | Feld «Wert» |
|---|---|---|
emails.musikverein.ch |
CNAME | u2309200.wl201.sendgrid.net. |
s1._domainkey.musikverein.ch |
CNAME | s1.domainkey.u2309200.wl201.sendgrid.net. |
s2._domainkey.musikverein.ch |
CNAME | s2.domainkey.u2309200.wl201.sendgrid.net. |
Fall C: Zonendatei als Text
Schreib den Namen entweder kurz oder vollständig mit einem Punkt am Schluss. Beide Zeilen bedeuten dasselbe:
emails IN CNAME u2309200.wl201.sendgrid.net.
emails.musikverein.ch. IN CNAME u2309200.wl201.sendgrid.net.
Kontrolliere danach das Ergebnis
Speichere den Eintrag und schau in die Übersicht. Die meisten Anbieter zeigen dir danach den vollständigen Namen. Dort muss stehen:
emails.musikverein.ch
Steht dort emails.musikverein.ch.musikverein.ch, hast du die Domain doppelt drin. Lösche den Eintrag und lege ihn nach Fall A neu an. Reparieren lässt sich das nicht.
Wiederhole Schritt 3 für jede Zeile, die Webling dir anzeigt. Es genügt nicht, nur die erste einzutragen – die Domain gilt erst als verifiziert, wenn alle Einträge stimmen.
Beim Feld «TTL» kannst du den vorgeschlagenen Wert stehen lassen. Was die TTL bedeutet, erklären wir unter Was ist TTL?.
Schritt 4: Den Wert richtig eintragen
Beim Wert – also beim Ziel rechts – gilt eine andere Regel als beim Namen. Genau das verwirrt viele: Beim Namen steht kein Punkt am Schluss, beim Wert schon.
Warum der Punkt dort steht
Der Punkt am Ende bedeutet: «Dieser Name ist vollständig, häng nichts mehr an.»
Stell dir eine Telefonnummer vor. Innerhalb eures Vereins genügt die Durchwahl, weil der Rest der Nummer schon feststeht – das entspricht dem Feld «Name». Rufst du dagegen jemanden im Ausland an, benötigst du die vollständige Nummer mit +41 davor. Das entspricht dem Feld «Wert».
Der technische Hintergrund: Im Feld «Name» beschreibst du etwas innerhalb eurer eigenen Domain. Dein Anbieter weiss, um welche Domain es geht, und ergänzt sie selbst. Im Feld «Wert» zeigst du dagegen auf einen Server ausserhalb eurer Domain. Hier darf nichts ergänzt werden. Sonst entsteht …u2309200.wl201.sendgrid.net.musikverein.ch, und diesen Server gibt es nicht.
So gehst du vor
- Kopiere den Wert genau so, wie Webling ihn anzeigt – inklusive Punkt am Schluss.
- Meldet dein Anbieter «ungültiger Wert», lösche den Punkt und speichere nochmals. Manche Formulare setzen den Punkt selbst und lehnen ihn deshalb in der Eingabe ab. Beides führt zum gleichen Ergebnis.
- Bearbeitest du eine Zonendatei als Text (Fall C), lass den Punkt unbedingt stehen. Hier ergänzt der Server sonst automatisch eure Domain.
- Achte beim Kopieren auf Leerzeichen am Anfang oder am Ende. Sie fallen nicht auf, machen den Eintrag aber ungültig.
Schritt 5: SPF ergänzen
Mit einem SPF-Eintrag legst du fest, welche Server E-Mails mit eurer Domain verschicken dürfen. Wir empfehlen dir, die Webling-Mailserver dort ausdrücklich aufzuführen.
Prüfe zuerst, ob es schon einen SPF-Eintrag gibt
Eure Domain darf nur einen einzigen SPF-Eintrag haben. Legst du einen zweiten an, wird SPF für eure ganze Domain wirkungslos – auch für E-Mails, die ihr gar nicht über Webling verschickt.
Such deshalb in der Liste eurer DNS-Einträge nach einem Eintrag vom Typ TXT, dessen Wert mit v=spf1 beginnt.
Gibt es noch keinen, leg einen neuen an:
| Feld «Name» | Typ | Feld «Wert» |
|---|---|---|
@ oder leer (Fall A) oder musikverein.ch (Fall B) |
TXT | v=spf1 include:mailservers.webling.ch +mx +a -all |
Das Zeichen @ steht für eure Domain selbst. Manche Anbieter erwarten stattdessen ein leeres Feld.
Gibt es schon einen, ergänze ihn, statt einen zweiten anzulegen. Füge include:mailservers.webling.ch vor dem letzten Teil ein:
vorher: v=spf1 include:spf.hoster.ch +mx +a -all
nachher: v=spf1 include:spf.hoster.ch include:mailservers.webling.ch +mx +a -all
Was das letzte Wort bedeutet
Am Schluss jedes SPF-Eintrags steht all mit einem Zeichen davor. Es legt fest, wie streng deine Domain mit unbekannten Servern umgeht:
| Zeichen | Bedeutung | Empfehlung |
|---|---|---|
-all |
Nur die aufgeführten Server dürfen senden. Alle anderen werden abgewiesen. | Am sichersten. Nimm das, sobald du sicher bist, dass alle eure Versandwege aufgeführt sind. |
~all |
Nur die aufgeführten Server sollten senden. Andere Nachrichten werden auffällig markiert, aber nicht abgewiesen. | Guter Start, wenn du dir unsicher bist. |
+all |
Jeder darf senden. | Nie verwenden. Damit hebst du den Schutz auf. |
Mit +mx und +a erlaubst du zusätzlich euren normalen Mailservern und eurem Webserver, mit eurer Domain zu senden.
Denk an alle anderen Versandwege. Verschickt ihr auch über einen Newsletter-Dienst, ein Kontaktformular auf der Website oder ein Buchhaltungsprogramm? Diese Systeme müssen ebenfalls im SPF-Eintrag stehen, sonst kommen ihre E-Mails nach der Umstellung nicht mehr an.
Einen passenden Eintrag stellst du dir hier zusammen: https://mxtoolbox.com/SPFRecordGenerator.aspx
Schritt 6: DMARC setzen
Mit DMARC sagst du den Empfängern, was sie unternehmen sollen, wenn eine E-Mail die Prüfung nicht besteht. Dieser Schritt ist freiwillig, aber er verbessert eure Zustellrate zusätzlich und schützt eure Domain vor Missbrauch.
Prüf auch hier zuerst, ob schon ein Eintrag namens _dmarc existiert. Falls nicht, leg ihn an:
| Feld «Name» | Typ | Feld «Wert» |
|---|---|---|
_dmarc (Fall A) oder _dmarc.musikverein.ch (Fall B) |
TXT | v=DMARC1; p=none; rua=mailto:vorstand@musikverein.ch |
Ersetze die Adresse hinter rua= durch eine Adresse, die ihr wirklich lest. Dorthin schicken die Empfänger Berichte darüber, wer mit eurer Domain E-Mails verschickt.
Fang mit p=none an. Damit ändert sich für eure E-Mails nichts, du bekommst aber die Berichte. Erst wenn du über mehrere Wochen siehst, dass alles sauber läuft, kannst du auf p=quarantine und später auf p=reject wechseln. Setzt du sofort p=reject, verschwinden möglicherweise E-Mails, die eigentlich in Ordnung sind.
Schritt 7: Verifikation abwarten und prüfen
DNS-Änderungen wirken nicht sofort. Rechne mit einigen Stunden, in seltenen Fällen mit bis zu 48 Stunden.
- Öffne danach in Webling wieder «Administration» → «E-Mail» → «Absender authentifizieren».
- Schau dir den Status eurer Domain an. Sobald alle Einträge stimmen, gilt sie als verifiziert.
- Verschick anschliessend eine Test-E-Mail an eine Adresse ausserhalb eures Vereins, zum Beispiel an dein privates Postfach, und schau, ob sie im Posteingang landet.
Wenn es nicht klappt
Was nicht geht
- Du kannst die DNS-Einträge nicht in Webling machen. Sie gehören immer zu eurem Domain-Anbieter.
- Du kannst keine Adresse von Gmail, GMX, Bluewin, Hotmail oder Yahoo authentifizieren. Dafür benötigt ihr eine eigene Domain.
- Du kannst einen Eintrag mit doppelter Domain nicht korrigieren. Lösche ihn und leg ihn neu an.
- Du kannst keinen zweiten SPF-Eintrag anlegen. Ergänze immer den bestehenden.
- Die Einträge wirken nicht sofort. Warte mindestens ein paar Stunden, bevor du etwas änderst.
Die Fachbegriffe kurz erklärt
Was ist DNS? → DNS ist das Adressbuch des Internets. Es sorgt dafür, dass www.musikverein.ch zur richtigen Website führt.
DNS beantwortet aber noch mehr Fragen. Unter anderem verrät es anderen Servern, wer mit eurer Domain E-Mails verschicken darf. Genau diese Auskunft hinterlegst du in diesem Artikel.
Was ist SPF? → SPF ist die Liste der Server, die mit eurer Domain E-Mails verschicken dürfen. Der Empfänger schlägt diese Liste nach und vergleicht sie mit dem Server, der die Nachricht geschickt hat.
Was ist DKIM? → DKIM ist ein digitales Siegel auf jeder E-Mail. Es zeigt dem Empfänger: Diese Nachricht stammt wirklich von eurer Domain und niemand hat sie unterwegs verändert. Webling erzeugt die dafür nötigen Schlüssel automatisch für dich. Die zugehörigen Einträge musst du aber selbst im DNS hinterlegen – das sind die Zeilen mit _domainkey im Namen.
Was ist DMARC? → DMARC ist die Anweisung, was passieren soll, wenn eine E-Mail die Prüfung nicht besteht: durchlassen, in den Spam verschieben oder abweisen. Zusätzlich bekommst du Berichte darüber, wer mit eurer Domain E-Mails verschickt.
Warum verwendet Webling technische Absenderadressen? → Solange eure Domain nicht verifiziert ist, verschickt Webling eure E-Mails über eine eigene Adresse wie cgzuicb4orqfv52tloeuw4f6lujom9@mailer.webling.ch. Das sieht seltsam aus, ist aber Absicht: Nur so passen Absender und Versandserver zusammen und eure Nachrichten kommen überhaupt an. Sobald du eure Domain verifiziert hast, verschwinden diese Adressen.
Was ist TTL? → TTL steht für «Time to Live» und bedeutet: Wie lange darf sich ein anderer Server deine DNS-Antwort merken, bevor er erneut nachfragt?
Stell dir vor, jemand fragt euch nach der Adresse eures Vereinslokals und notiert sie sich. Solange die Notiz gilt, schaut er dort nach und ruft nicht jedes Mal wieder bei euch an. Genau das machen die Server im Internet mit euren DNS‑Einträgen. Die TTL legt fest, wie lange sie ihrer Notiz vertrauen.
Du gibst die TTL in Sekunden an. Manche Anbieter zeigen dir stattdessen eine Auswahl wie «1 Stunde».
| Wert in Sekunden | Entspricht |
|---|---|
300 |
5 Minuten |
3600 |
1 Stunde |
14400 |
4 Stunden |
86400 |
1 Tag |
Für diesen Artikel gilt: Lass den vorgeschlagenen Wert einfach stehen. Die TTL beeinflusst nur, wie schnell Änderungen wirken – nicht, ob deine Einträge funktionieren. Webling verifiziert eure Domain mit jedem sinnvollen Wert.
Trotzdem lohnt es sich, zu wissen, was die TTL anrichtet, wenn du einen Fehler korrigierst:
- Legst du einen Eintrag neu an, gibt es noch keine Notiz, die jemand aufbewahrt. Solche Einträge sind meist innerhalb weniger Minuten bis Stunden sichtbar.
- Korrigierst du einen falschen Eintrag, haben manche Server die alte Antwort schon notiert. Sie fragen erst wieder nach, wenn die alte TTL abgelaufen ist. Hattest du dort einen Tag eingestellt, kann es einen Tag dauern, bis die Korrektur überall ankommt.
Deshalb gilt: Trag einen Eintrag lieber einmal sorgfältig ein, als ihn zweimal zu ändern. Und wenn du etwas korrigiert hast, warte ab, statt weiter daran zu drehen.
Planst du eine Änderung im Voraus, kannst du die TTL beim betroffenen Eintrag ein paar Stunden vorher auf 300 senken. Dann wirkt die Änderung später schnell. Danach setzt du die TTL wieder auf den ursprünglichen Wert zurück.
Bleibt die Domain nach 48 Stunden unverifiziert, geh diese Liste durch:
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Was du tust |
|---|---|---|
Der Eintrag steht doppelt: emails.musikverein.ch.musikverein.ch
|
Du hast den vollständigen Namen bei einem Anbieter nach Fall A eingetragen | Eintrag löschen und nach Fall A neu anlegen |
| Webling findet gar nichts | Du hast die Einträge bei einem Anbieter gemacht, der eure DNS-Zone gar nicht verwaltet | Nameserver prüfen (siehe Schritt 2) und beim richtigen Anbieter eintragen |
| Nur die erste Zeile ist eingetragen | Die weiteren Zeilen wurden übersehen | Alle Zeilen aus Webling nachtragen |
| Der Wert endet auf eurer Domain | Der Punkt am Schluss fehlt in einer Zonendatei | Punkt ergänzen |
| Andere E-Mails kommen seit der Umstellung nicht mehr an | Zwei SPF-Einträge, oder ein Versandweg fehlen im SPF | SPF-Einträge zu einem einzigen zusammenführen und alle Versandwege ergänzen |
So prüfst du selbst, was im Internet tatsächlich sichtbar ist:
- Öffne https://mxtoolbox.com/SuperTool.aspx.
- Gib
emails.musikverein.chein und wähle «CNAME Lookup». Angezeigt werden sollte der Wert aus Webling. - Für SPF gibst du eure Domain ein und wählst «SPF Record Lookup».
Kommst du nicht weiter, reich eine Anfrage ein. Schreibe uns dazu eure Domain und bei welchem Anbieter die DNS-Einträge liegen.
So geht es weiter
- E-Mail Absender anpassen – leg fest, welche Adresse eure Mitglieder als Absender sehen.
- E-Mail-Zustellbarkeit verbessern: Wie schreibe ich E-Mails, die ankommen? – weitere Gründe, wieso E-Mails im Spam landen.
Warum muss ich meinen Absender verifizieren?
Eine E-Mail-Domain einrichten
Deine Domain ist schon verifiziert und deine E-Mails kommen trotzdem nicht an? Weitere Gründe, wieso deine E-Mails nicht ankommen, findest du in diesem Artikel.
Viele E-Mail-Anbieter prüfen, ob eine E-Mail wirklich zur Domain passt, von der sie gesendet wird. Ist das nicht der Fall, landet sie oft im Spam, zum Schutz vor Betrug.
Damit Webling trotzdem in deinem Namen E-Mails versenden kann, musst du deine Domain einmal als Absender bestätigen. Das bedeutet, du gibst Webling die Erlaubnis, E-Mails mit deiner Vereins-E-Mail-Adresse (z.B. kassier@dein-verein.eu) zu verschicken.
Wichtig ist: Das funktioniert nur, wenn dein Verein eine eigene Domain hat. Wenn du Absenderadressen von Anbietern wie GMX, Gmail oder Hotmail nutzt, ist diese Bestätigung leider nicht möglich.
Klicke in der Administration von deinem Webling unter "E-Mail" auf "Absender authentifizieren".
Wenn im oberen blauen Hauptmenü die Administration nicht angezeigt wird, hast du keinen Zugriff auf die Administration. Bitte kontaktieren die bei dir im Verein für Webling zuständige Person.
Trage deine Vereins-Domain ohne www oder https wie folgt ein:
Sobald du den Eintrag hinzugefügt hast, werden dir die DNS-Einträge angezeigt.
Richte nun mit diesen Angaben den DNS-Eintrag ein. Wie das funktioniert, wird in diesem Artikel erklärt:
Wenn du keinen Zugriff auf den DNS von deinem Verein hast, kontaktiere die Person, welche bei euch für die Website zuständig ist. Diese Einträge funktionieren erst, wenn sie bei euch im DNS eingetragen wurden.
Was ist DNS?
DNS ist wie das Adressbuch des Internets: Es sorgt dafür, dass z. B. www.deinverein.ch zur richtigen Website führt.
Aber DNS hilft auch beim E-Mail-Versand. Mit einem speziellen DNS-Eintrag erlaubst du anderen Servern, wie zum Beispiel Webling, E-Mails mit deiner Vereinsadresse zu verschicken.
Was ist SPF?
Was ist DKIM?
DKIM ist ein digitales „Sicherheitssiegel“ für E-Mails. Es zeigt dem Empfänger: Diese Nachricht kommt wirklich von deiner Vereinsadresse und wurde unterwegs nicht verändert.
Das schützt vor Betrug und hilft, dass deine Mails nicht im Spam landen. Wenn du deine Domain bestätigst, richtet Webling DKIM automatisch für dich ein.
Was ist DMARC?
DMARC ist eine Art Regelwerk für deine E-Mails. Damit legst du fest, was passieren soll, wenn eine E-Mail nicht als echt erkannt wird – zum Beispiel, ob sie abgewiesen oder in den Spam verschoben wird. Das schützt deine Vereinsadresse vor Missbrauch.
SPF ist eine Sicherheitsfunktion, die festlegt, welche Server E-Mails mit deiner Domain-Adresse verschicken dürfen.
Wir empfehlen dringend, deinen SPF-Eintrag so zu erweitern, dass die Webling-Mailserver explizit erwähnt sind. Das sieht dann zum Beispiel so aus:
beispiel-domain.de TXT v=spf1 include:mailservers.webling.ch +mx +a -all
Wichtig:
Achte auf das letzte Wort "all" bzw. das Zeichen davor. Ein "-all" bedeutet, dass nur die im SPF-Eintrag erwähnten Server, mit deiner Domain Nachrichten verschicken dürfen. Ein "-all" ist am sichersten.
Es bedeutet aber auch, dass jedes System, mit welchem du E-Mails verschicken willst, im SPF-Eintrag vorkommen muss. Mit "+mx" und "+a" erlaubst du auch normalen Mailservern und Webservern mit deiner zu Domain senden. Einige Domain-Hoster haben jedoch eigene zusätzliche Mail-Versandsysteme, welche dann auch im SPF mit drin sein müssen.
Mit dem folgenden Link kannst du dir einen SPF automatisch zusammenstellen:
Hinweis: Falls du dir nicht sicher bist, wende dich an den Support deines Domain-Anbieters oder lass dich von einer fachkundigen Person beraten.
Warum verwendet Webling kryptische Absender?
Webling verwendet als Absender manchmal kryptische Mailadressen, wie "cgzuicb4orqfv52tloeuw4f6lujom9@mailer.webling.ch". Diese Absender verhindern, dass deine E-Mails im Spam landen.
Sobald du deine Domain eingerichtet und verifiziert hast, verschwinden diese kryptischen Absender.